Werra – Weser = Wisara
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Eindrücke aus dem Kurszyklus
Werra-Weser: Fluß der Mitte und der Teilung - Die große Schlange am
Weltenbaum
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Ursprung und
Deutung des Namens
Werra/Weser gehört als Flußname einer Schicht alter Gewässernamen an,
die im zweiten vorchristlichen Jahrtausend, der sog. ‚alteuropäischen
Hydronomie’, entstanden ist. Er geht auf eine Grundform Wisur, Genetiv
Wisurjös (= Visurgis in den antiken Quellen) zurück und gehört zu der
indoeuropäischen Wurzel ueis/uis – zerfließen, fließen (oft in
Flußnamen); besonders geprägt von der Feuchtigkeit und dem Geruch
faulender Pflanzen, etwa in anordisch veisa ‚Sumpf’, altiranisch
vaesa-h ‚Moder, Verwesung’, altindisch vesati ‚zerfließt’.
Es wird mit diesem Namen also ein Gewässer beschrieben das zerfließt,
zwar fließt aber durchaus auch sumpfige Qualitäten hat, ‚Wiesen
bildend’ ist.
Quellort und
Kinderstube der Wisara
Die Quellen der Wisara sind in
einem Höhenzug der vor 40 Mill. Jahren als Horstscholle in der
Kreidezeit und im Tertiär emporgehoben wurde. Es ist eine der
geologisch vielfältigsten Landschaften Europas.
Die Erinnerungen
des Gesteins, das die Wiege der Wisara bildet, führen weit zurück in
die Zeit der Kontinentbildung. Dieser Prozess begann für das heutige
Land in der Nähe des Südpols und für 3,67 Mill. Jahre unter Meerwasser.
Dort sind die Ablagerungen, 1000 m mächtige Schichten, entstanden. Im
Lauf der Erdgeschichte brachte dieser ursprüngliche Meeresboden eine
lange Reise hinter sich und machte viele Veränderungen durch.
Die Gletscher der Eiszeiten haben die Gipfel dieses Gebirges nicht
überrollt und so sind hier Urerinnerungen an die Entstehung des Landes
und des Lebens zugänglich.
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Beginn der Reise an den Quellen
– der 1. Kurs
Das Verborgene
tritt wieder ans Licht
Dieser Satz ist die Essenz,
die Schlüsselbotschaft für das Kennenlernen der Wisara an ihrer Wiege.
Weiter: Es geht um das Gleichgewicht, Das Gleichgewicht zwischen der
Welt des Göttlichen und der Menschen, um das Gleichgewicht zwischen Ost
und West, Nord und Süd, Herz und Verstand. Es geht um Hoffnung und
Heilung in einer Welt des Wandels, um die Ausgewogenheit zwischen
Himmel und Erde.
Der Same, der das Licht erreicht, will genährt werden aus der
Vergangenheit, Tränen der Heilung alte Verletzungen. Traum und Quelle
wieder vereinen.
Es geht um den Neubeginn, um das Versprechen vom Ende der langen Nacht,
im Kreislauf des Lebens um Erneuerung und Neuordnung.
Im
Gebärmutterraum der Wisara
Wie alle Flüsse hat sie zwei
Quellen: Eine in der Nähe von Fehrenbach: Vordere Werraquelle genannt,
und die zweite bei Siegmundsburg: Hintere oder Trockene Werra genannt
oder auch Saar. (Saar bedeutet fließen, strömen, wiederkehren). Die
Hintere Werraquelle liegt südöstlich zur Vorderen Werraquelle.
Begegnung mit
der Wisara bei Fehrenbach
Auf 800 m Höhe, etwas
unterhalb der höchsten Erhebung, in einer Schale, in der sich ein
Hochmoor bildet, tritt die Quelle zu tage. Durch menschliche Eingriffe,
durch Entwässerungsgräben und Fichtenpflanzungen ist dieser Raum stark
verändert. Dazu kommt noch, dass sie in einem Brunnenbauwerk gefasst
worden ist und sich durch ein dünnes Rohr aus einem goldenen Löwenkopf
heraus quetschen muß. Eingerahmt wird der Quellbereich noch durch zwei
Bauwerke (Lokal) und eine durchführende Straße.
Hier ist die Quelle bei der
sich die Flußgöttin niederlässt und die dem Fluß den Namen gibt. Die
Flußgöttin erscheint dort in Gestalt eines riesigen Raubvogelwesens.
Ihr Name U I S A klingt wie der Schrei eines Raubvogels.
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Die
Flußgöttin spricht
Zum
Himmel geöffnet
Empfängt die Schale, die Leib ist,
und sich ergießt
aus der Höhe in die Weite des Landes
Alt und doch jung
Erinnerungen verflechten sich im
Ewigen Kreislauf des Lebens.
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Foto:
Institut für Geomantie |
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Wisara –
sie trägt die Erfahrung des Uralten, das Wissen um die Entstehung des
Landes. Geboren aus Feuer und Wasser, aufgelöst und versunken in der
Tiefe des Ozeans, wieder emporgehoben mit mächtiger Kraft geht das
Gebirge in die Auflösung, taucht zurück unter das Meer, das Neues
aufbaut, wird wieder empor gehoben um erneut sich aufzulösen bis zum
untersten Kern, der Essenz des Anfangs. Es geht um das Erkennen der
Botschaft dass alles Leben eingebunden ist in den Kreislauf von
Entstehen – Höhepunkt – Auflösung und die Erinnerung an die Uranfänge
des Lebens auf der Erde. Dieses Wissen trägt dieser Fluß durch das
Land, von seinem Wurzelbereich im Süden nach Norden ins Meer.
Die Kraftquelle
der Wisara, die Hintere Quelle bei Siegmundsburg
Auch das ist ein
Hochmoorgebiet mit Entwässerungsgräben, Fichten, alten
Wasserwirtschaftsbauten und einer Bundesstraße die im Bett der Wisara,
dem Saargrund verläuft. Ein großer Parkplatz für Fernfahrer, eine
Imbißbude und dann am Rand der Straße eine Brunnenfassung und Bänke
sind der äußere Rahmen.
All das kann dem eigentlichen Quellbereich im sumpfigen Wald nicht
seine Verzauberung nehmen und ist sogar Schutz für alle Wasser- und
Waldwesen
.
Foto: Institut für Geomantie
Die Urschöpfungskräfte und die
Stärke der Lebenskraft des Wassers zeigt sich als ALTE KRÖTE, nährend
und tragend, der Urschoß aus dem alles kommt.
DIE
KRAFT DER QUELLE – SIE SCHAUKELT MOND UND STERNE
Tief
und dunkel
Im Inneren des Schoßes
Das Heiligtum der Kröte
Woher die Kraft kommt
Aus der Stille und dem Dunkel
Dann wird uns der Ort gezeigt
an dem wir den Rhythmus, den Herzpuls der Wisara erkennen und mitatmen
können.
Drei lange Atemzüge – ein halber Atemzug – ein ganz tiefes ausatmen und
versinken bis ein neuer Impuls aus der Tiefe kommt und das Aufsteigen
zu den drei langen Atemzügen wieder beginnt.
Diesen Takt immer wieder
erinnern und atmen. Den ganzen Flußverlauf bis zum Meer hin, soll
dieser Puls und das Lied uns und den Fluß begleiten.
Die Geburt der Wisara – eine
große Überraschung erwartet uns
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Der Zusammenfluß der beiden
Quellbäche und damit die eigentliche Geburt der Wisara hält eine ganz
besondere Überraschung bereit: Aus den Höhen der Horstscholle mit dem
wasserundruchlässigem Gestein fließt die Hintere Wisara in den Bereich
des Karstgesteins des Zeichsteinmeeres und VERSCHWINDET IM UNTERGRUND:
Wo die beiden Bachbetten, in Sachsenbrunn, zusammenkommen ist, zu
dieser Zeit im Jahr, nur das Wasser der Vorderen Wisara, bereits
industriell genutzt, zu sehen. Der Energiefluß der Hinteren Wisara ist
allerdings schon da und beide vereinigen sich hier. Ihr Wasser kommt
dann ein Stück flussabwärts aus dem Berg als starke Quelle, die auch
bei Trockenheit nie versiegt, wieder dazu, um einige Informationen und
Erfahrungen reicher.
Ein Schock, der allerdings
viele Wahrnehmungen über Verletzung erklärt, erwartet uns zum Abschluß:
Mitten durch den Gebärmutterraum der Wisara wird ein ICE-Tunnel gebaut.
Etwas südlich davon sind die Arbeiter beim Tunnelvorstoß auf eine
riesige Karsthöhle mit vielen Tropfsteinen und einem Fluß mit
kristallklarem Wasser gestoßen. Nach Untersuchung durch Höhlenforscher
wurde der Bau, trotz vieler Proteste fortgesetzt….
Wir begleiten die
Wisara weiter auf ihrer Reise nach Norden
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Foto:
Karin Gebl

Foto:
Karin Gebl
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